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Baden bei Wien

Gartenhistorische Maßnahmen im Kurpark

Stadtgartendirektor Josef Krupka legte die wesentlichen Grundlagen für das heutige Erscheinungsbild des Kurparks. In Böhmen geboren, absolvierte er seine Lehre als Kunst- und Ziergärtner in der gräflich Kinsky'schen Gärtnerei, arbeitete in England, Frankreich, Belgien und Deutschland sowie im Hofgarten des Belvedere, um am 1.2.1897 seinen Dienst bei der Stadtgemeinde anzutreten.

Auf seine visionäre Schaffenskraft geht beispielsweise die Umrahmung des Beethoventempels mit rotlaubigen Buchen zurück, die ihn von der Stadt aus gesehen wunderbar in Szene setzen. Wie so oft im Bereich der Gartengestaltung, die mit langjährigen Entwicklungszyklen zu tun hat, blieb Krupka der Blick auf die Verwirklichung seiner parkplanerischen Visionen verwehrt.

Die umfangreichen Recherchen zum Buch "Der Kurpark in Baden" (Wallner/Weber) ließ Pläne ans Tageslicht treten, die die ursprünglichen Gestaltungsideen von Krupka zwar nur fragmentarisch aber doch erkennen ließen. Auf diesen aufbauend, wurde nun eine der wesentlichen Kurparksichtachsen wieder hergestellt. In den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde diese nämlich durch Pflanzung von Feuerdorngruppen und anderem Strauchwerk, die mit der Zeit auf eine Größe von 7x10 Metern ausgewachsen sind, unterbrochen. Die zentrale Sichtachse, die sich von der Hauptallee über das Lanner-und-Strauß-Denkmal zum Mozarttempel und von dort dann weitergehend in der schön ausgeformten Talsenke hinauf über die Talwiese bis zur "Keller-Villa" spannt, ist ein wesentlich tragendes Element der Kurparkgestaltung. Durch bewusst gesetzte Baum- und Strauchgruppen gegliedert, zeigt sie durch die akzentuierten Durchblicke die Weitläufigkeit und Großzügigkeit des Parks auf. Außerdem ergeben sich durch die Entfernung der Strauchgruppe interessante Perspektiven auf Detailgestaltungselemente des Parks wie den Mozarttempel oder den Teich, der bis dato nur beim unmittelbaren Vorbeigehen kurzfristig wahrgenommen wurde und nun auch von der Ferne seine Wirkung entfalten kann. Der Blick von der Stadt von der Pfarrkirche bis hin zum Casino wurde dadurch ebenfalls aufgeweitet. Mit diesen getroffenen Maßnahmen zeigt sich - wie auch im Hausgarten -, dass in einem in die Jahre gekommenen Park oder Garten neben dem Spaten auch die Säge zu einem wichtigen Handwerkszeug der Gärtner gehört.

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Abteilung 'Stadtgärten'
Kurpark 5
2500 Baden
02252/86 800-850
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